Kawasaki Firmengeschichte

Kawasaki - Hochwertige Technik seit 1878

Shozo Kawasaki:
Foto: Wikipedia.

Mehr als hundert Jahre Technik auf höchstem Niveau

Für uns Motorradfahrer ist Kawasaki ein Synonym für leistungsstarke Motorräder der Vollgas-Fraktion. Doch die Geschichte des japanischen Großunternehmens hat mit Motorrädern lange nichts zu tun. Erst ab 1950 beginnt man mit Kleinmotoren für Motorräder.

1878 eröffnete Firmengründer Shozo Kawasaki eine Werft, um stählerne Ozeanschiffe zu bauen.

1906 wurde die Produktion auf Lokomotiven, Güter- und Personenwagen ausgeweitet, 12 Jahre später kommt eine Luftfahrt-Abteilung hinzu.

Bis heute wird der Konzern vor allem von der Produktion von Containerschiffen und Öltankern, von Hochgeschwindigkeitszügen wie den berühmten Shinkansen, Helikopter und Jets bis hin zu einer Vielzahl von Industrieanlagen - darunter Kraftwerke, Brücken, Tunnelbohrmaschinen, Gasturbinen oder Müllverbrennungsanlagen getragen.

Die Motorradsparte ist für Kawasaki ein kleiner Fisch, aber es ist der Bereich, der die Marke weltweit bekannt gemacht hat.

Einstieg in den Motorradmarkt

Der KE1 Motor sollte ab 1949 den Einstieg in die
Motorrad-Branche markieren. Foto: Kawasaki

Als Japan nach dem Zweiten Weltkrieg kapitulierte, lag der Industriegigant großteils in Schutt und Asche. Dazu kam, dass das Friedensabkommen mit den Amerikanern ein Produktionsverbot für Flugzeuge beinhaltete. Die Produktionsanlegen mussten also von den Technikern auf die Herstellung von Getriebe-Motor-Einheiten für Motorräder umgestellt werden.

Ab 1949 entwickelten Kawasaki-Luftfahrtingenieure eigene Motoren.

1952 lief mit dem KE-1-Triebwerk der erste Serien-Motorradmotor vom Band. Es war ein luftgekühltes Einzylinder-Viertakt-Aggregat. Der 148ccm OHV-Motor leistete 4 PS bei 4000 U/min.

Meihatsu

1955 beginnt man in der Kawasaki Aircraft Company in Kobe mit der Herstellung des KB-5 125ccm Zweitaktmotors. Dieser Motor war bei niedrigen und mittleren Drehzahlen außerordentlich Durchzugsstark, und war bei den Motorradfahrern bald sehr beliebt.

Meihatsu 125 500 von 1955. Foto: Kawasaki

Er sollte für mehr als 10 Jahre die Basis für die 125er Motorräder von Kawasaki bilden.

Aber zunächst folgte die Meihatsu 125-500, 1956 kam die Meihatsu 125 Deluxe. Dieses Motorrad setzte mit einer Höchstgeschwindigkeit von knapp mehr als 81km/h einen neuen Rekord in dieser Klasse. Ein Dauertest in einer Zeitschrift ergab, dass es nach einer Laufleistung von 50.000 km keine Panne am Motor der extrem zuverlässigen Maschine gab.

1957 wird eine verbesserte Version des Motors, des KB-125A Motors vorgestellt. Erstmals trägt er das Kawasaki-Logo auf den Seitendeckeln.

Die Geburtstunde der Kawasaki Motorräder

Mit der B8M begann bei Kawasaki 1963 das Offroadzeitalter. Foto: Kawasaki

1960 wurde die Errichtung einer neuen Produktionsstätte für Motorräder abgeschlossen. Dort wurden Motorräder erzeugt, die man in Japan mit der Markenbezeichnung Meihatsu verkaufte. Kawasaki ging eine Zusammenarbeit mit der Motorradmarke Meguro ein. Das war damals nach Honda der zweitgrößte Motorradhersteller in Japan und erzeugte in erster Linie Kopien von BSA Motorrädern zwischen 50cm³ und 500cm³. Jetzt vermarktete man auch die Kawasaki-Motorräder mit der Markenbezeichnung Meguro.

 Ab 1963 war die Kawasaki Aircraft Co. in Akashi für das Motorradgeschäft der ehemaligen Firmen Meihatsu und Meguro zuständig, das war die eigentliche Geburtsstunde der Kawasaki Motorräder.

Der Durchbruch

Die 500er Meguro Modelle wurden auf 650ccm aufgebohrt und 1965 mit Gebrüll in den europäischen und den amerikanischen Markt geworfen. Jetzt wurde Kawasaki von der Meguro-Vergangenheit eingeholt. Das Motorrad glich der BSA A7 wie ein eineiiger Zwilling und wurde im Westen nur belächelt, aber trotz des enormen Preisvorteils kaum verkauft.

Mit den Zweitakt-Maschinen kam der Durchbruch (A1 Samurai von 1966) Foto: Kawasaki

Doch der Durchbruch gelang noch im gleichen Jahr mit der A1 Samurai, einen 31 PS starken 250er Zweizylinder-Zweitakter mit Drehschiebersteuerung. Das war, wie auch die Folgemodelle Avenger 350 und  500 Mach III, eine Rennmaschine mit Straßenzulassung. Diese Motorräder erschlossen ab 1968 den deutschsprachigen Raum für die Marke Kawasaki.

Die Z1 DOHC war ein Motorrad der Superlativei. Foto: Kawasaki

Superbikes

Als 1972 mit der Z1 das erste Serienmotorrad mit zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC) auf den Markt kam, hatte Kawasaki das sportlichste Image aller japanischen Motorradmarken. Es war damals mit 900 cm³ und 82 PS das stärkste Motorrad der Welt und erstes Modell einer großen Serie von Vierzylindern mit 900 bis 1.100 cm³

Stärker, schneller, besser – das war das Motto, nach dem sich die Marke Kawasaki richtete. Vor diesem Hintergrund ging man 1973 an die Entwicklung eines eigenen Trial-Motorrades.

Quellen und Links

Kawasaki Geschichte, erzählt von Winnie Scheibe:

http://www.winni-scheibe.com/ta_lexikon/kawastory.htm
 

Meilensteine der Kawasaki Geschichte:

http://www.gpz-305.de/Meilensteine.html

 

Kawasaki Broschüre (franz. -PDF)

http://mototribu.com/.../1950.pdf

 

Wikipedia

Kawasaki Heavy Industries – Wikipedia

iowa

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Kostbare Werbeartikel

Die Motorrad-Branche ist für Kawasaki nicht viel mehr als eine Werbeschiene für den Schwerindustrie-Giganten. Das hält die Techniker aber nicht davon ab, die japanische Tugend der Detailbesessenheit zu zelebrieren. Die Schwerindustrie lässt sich das gute Image einiges kosten.

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Quellen

[ siehe unten ]


[ Don Smith]

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by webermichl

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