Aprilia - die Geschichte

 

Alberto BeggioFirmengründung:

Aprilia wurde kurz nach dem zweiten Weltkrieg von Cavaliere Alberto Beggio als Hersteller von Fahrrädern bei Noale, Italien in der Provinz Venedig gegründet.

Für die Namensgebung zeichnete Vincenzo Lancia, der Begründer des Automobilherstellers gleichnamigen Automobilherstellers Lancia (1906) mitverantwortlich: 1937 konstruierte Lancia wenige Jahre vor seinem Tod die Lancial ApriliaLancia Aprilia, welche mit 1,5 Liter Leichtmetall-Motor ausgestattet war. Sie wurde berühmt aufgrund ihrer ausgezeichneten Straßenlage und der Schnelligkeit: erreichte doch das 50PS-Auto mit einem V4-Motor eine Geschwindigkeit von 130 km/h (Design: Pininfarina). Für Alberto Beggio war die Lancia Aprilia das beste Auto der Welt. Weil Beggio auch die besten Fahrräder bauen wollten, schuf er die Marke Aprilia. (Fotos: Alberto Beggio, Lancia Aprilia)

Ivano Beggio, ...

... der Sohn Albertos, übernahm die Firma 1968 und begann mit 18 Mitarbeitern ein 50 cm³ „Motorrad" zu konstruieren. Die ersten Moped-Modelle von Aprilia wurden Colibrì, Daniela und Packi genannt. 1970 wurde das Motocross-Modell Scarabeo vorgestellt, das bis das Ende der siebziger Jahre als 50 und 125 cm³ Versionen produziert wurde. 

Ivan Alborghetti aus Mailand, Italien gewann die italienischen die 125 und 250 cm Motocross Meisterschaften auf Aprilia und reihte 1977 als erster Fahrer in die Liste der sportlichen Erfolge Aprilias ein. 
(Foto:  Aprilia Scarabeo)

Ti 320In den achtziger Jahren ...

... bringt Aprilia weitere Enduro-, Trial- und Straßenmotorräder von zwischen 50 bis 600 cm³ auf den Markt. 1981 wird das erste Trial-Modell TL320 vorgestellt. 1983 wird das Straßenmodell ST125 vorgestellt, das 1984 zum Modell STX weiterentwickelt wurde. Weiters begann der Verkauf des Enduromodells ET50 .

1985 wurde die Motorentwicklung teilweise an den österreichischen Motorenhersteller Rotax vergeben. Aus dieser Kooperation entstanden 1985 die Modelle 125 STX und 350 STX, sowie 1986 die AF1 (Straßenracer) und die Tuareg; mit großem Tank für die Wüstenfreunde.
1985 errang der Aprilia-Fahrer Philippe Berlatier den fünften Platz in der Trial-Outdoor-Weltmeisterschaft. Loris Reggiani erreichte mit der der Aprilia GP 250 (ebenfalls mit Rotax-Motor) den sechsten Platz der Straßenweltmeisterschaft. Lediglich zwei Jahre später, gewann Loris Reggiani im GP von San Marino am 30. 8. 1987 den ersten Straßenweltmeister-Titel.
(Foto: Aprilia Ti 320)

1992 Trial WM Titel ...

1990 wurde die Straßenenduro Pegaso 600 entwickelt. In diesem Jahr  wurde Erich Brandauer auf Aprilia  österreichischer Trial-Staatsmeister.

Allesandro Gramigni gewann 1992 den Straßen-WM-Titel in der 125 cm³-Klasse.

Tommy Ahvala erreichte im gleichen Jahr den WM-Titel im Outdoor-Trial auf einer Aprilia Climber.  [zur Ahvala Seite]

Seitdem hat Aprilia 124 mal einen 125 oder 250 cm³  Straßen-WM-Lauf gewonnen, 15 Straßen-WM-Titel und 16 EM-Titel errungen. Viele Champions starteten auf Aprilia wie Biaggi, Capriossi, Gramigni, Locatelli, Sakata und Rossi. Weiters wurde 1992 ein Vertrag zwischen Aprilia und BMW geschlossen wonach in Noale die BMW-Erfolgs-Funduro F650 gebaut wurde.  (Foto: Tommy Ahvala)

In den neunziger Jahren, ...

... drang Aprilia in den Scooter-Markt ein. 1990 wurde der erste Kunststoffverkleidete Scooter Italiens, die Amico vorgestellt. 1992 führte Aprilia das Amico LK und den Doppelzylinder Pegaso 125, beide mit Kat. ein. 1993 wird der Roller Scarabeo mit einem Viertakt, Vierventil Motor und mit großen Rädern vorgestellt. Weiters werde Scooter wie Leonardo, SR und Gulliver, um nur einige zu nennen entwickelt.

1995 entwickelte der Designer Philippe Starck ein Modell, das sogar in New York‘s Modern Art Museum gezeigt wurde. Im gleichen Jahr stellte Aprilia das 2-Takt Straßenmodell RS 250 vor.

1998 wird das Flaggschiff die RSV Mille, ein 1000 cm³ V-Twin Superbike und die Falco, ein V-Twin Supertourer mit der Betonung auf Sport vorgestellt. Beide Bikes verwendeten einen abgeänderten Rotax 1000 cm³ Motor.

1999 konnte die Superbike-WM, mit der RSV Mille gewonnen werden. Im Jahr 2000 wurden die traditionsreichen Motorradhersteller aus Italien Moto-Guzzi und Laverda von Aprilia gekauft

Im Jahr 2000 wurde der 50 cm³ DiTech (direkte Einspritzung-Technologie) 2-Takt-Motor vorgestellt. Der Motor wurde bei den Scooters verwendet und sorgte für hohe Laufleistung und niedrige Emissionen. Weiters wude in diesem Jahr die RST Futura, ein richtiger Sport Tourer und die ETV Caponord 1000, ein „Adventure Touring Bike. Beide Motorräder nutzten wieder einen abgeänderten Rotax V-Twin 1000cm³ - Motor.

2003 ...

... beschäftige Aprilia ca. 1800 Angestellte und beschäftigte ca. weitere 3500 in den Zulieferunternehmen, und erwirtschaftete einem Umsatz von mehr als 550 Mio €.

Seit 15.8.2004 ist Roberto Coaninno, ein norditalienischer Financier, dem seit 2003 der Motorroller-Hersteller Piaggio gehört, auch Eigentümer von Aprilia. Durch diese Übernahme, (Ducati hatte das Nachsehen) stieg das Firmen-Konsortioum zur Nummer drei der Weltrangliste (Nach Honda und Yamaha) auf und produziert mit ca. 6000 Mitarbeitern jährlich 600000 Motorräder, womit ca. 1,5 Milliarden Euro umgesetzt werden. Neben Piaggio (Vespa) und Aprilia gehören dieser Gruppe auch Marken wie Moto Guzzi, Gilera und Laverda an. Der Sanierungsplan Aprilia sieht die Erhaltung der Arbeitsplätze und Produktionsstätten weiterhin vor.

PS: Aprilia ist auch der Name einer Industriestadt im südlichen Latium, zwischen Rom und Latina.

Quellen:

Aprilia Company History. Retrieved Oct. 25th, 2003 from http://www.aprilia.com/portale/eng/company04.phtml 
Quelle: www.berlinonline.de  von Oliver Meiler vom 16.08.2004
Details auch aus:
http://www.fortunecity.de/hockenheim/ferrari/128/grantradizionede.thml
http://www.mapbydyka.de/firmen_geschite/aprilia_geschichte.thm

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iowa

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