Johann Puch

Janez Puh - der Pionier ...

... wurde am 27. Juni 1862 in Sakusak bei Ptuj (Bettau, Slowenien) geboren. Es ist wenig über den Menschen Johann Puch bekannt. Die Ahnen waren slowenisch, die Amtssprache hier im Kernland der KuK-Krone war Deutsch. Johann war das zweite von vier Kindern. Er soll mit zwölf Jahren bei Meister Kraner in Pettau in die Schlosserlehre gegangen sein, dafür gibt es aber keine Belege. Dokumentiert ist allerdings, dass er 1878 (mit 16) als Geselle bei Schlossermeister Gerschak in Radkersburg gearbeitet hat.

Mit 23 Jahren war er erstmals in Graz behördlich gemeldet. Vier Jahre später war er Werkführer in der Fahrradfabrik Benedikt Albl. Er wohnte bei einem wohlhabenden Hausbesitzer, dessen Tochter Maria er bald heiratete. Er investierte 28.000 Gulden für eine 20-Mann-Werkstatt, die von den Behörden als "fabriksmäßig" eingestuft wurde. Dort wurden anfangs "Puch-Interpretationen" der britischen Humber-Fahrräder gebaut.

Zu Weltruhm kamen die "Styria"-Radln schon 1894, als mit einem Styria das Rennen Paris-Bordeaux gewonnen wurde. So wie der Ruhm, dehnte sich auch das Geschäft aus. Jedes Jahr wuchs die Belegschaft um 100 Personen.

1899 gründete Johann Puch mit 37 Jahren die Firma, die fortan als Puch-Werk in die Geschichte einging. 200 km entfernt, in Wien baute Ferdinand Porsche gerade den Radnabenwagen.

Als Puch 1904 mit Motorrädern auf den Markt ging, waren es höchst ansehnliche Geräte die sofort ihre Kunden fanden. Es ließ sich wiederholen, was schon bei den Fahrrädern gelang: Sportliche Erfolge sorgten für die beste Werbung. 1909 wurde mit 130,4 km/h ein neuer Geschwindigkeitsrekord über den fliegenden Kilometer auf Schotterpiste aufgestellt.

Johann Puch starb am 19. Juli 1914 in Zagreb.

Wer es genauer wissen will:  www.pavelhaus.at

Johann Puch - Lebensweg und Ereignisse

1862: Janez Puh wird am 27. Juni als zweites Kind einer Bauernfamilie in Sakušak im heutigen Slowenien (damals Untersteiermark) geboren.

1878: Nach seinen Lehr- und Wanderjahren ist Puch Schlossergeselle in Radkersburg

1885: Puch zieht nach Graz, ist da zuerst Fahrradmechaniker, dann Werkführer

1889: Heiratet er Maria Reinitzhuber. Er gründet in diesem Jahr (möglicherweise mit finanzieller Hilfe seines wohlhabenden Schwiegervaters) die Styria-Fahrradwerke

1894: Sieg eines Styria-Rades beim renommierten Radrennen Paris - Bordeaux

1897: Nach Hereinnahme deutscher Gesellschafter scheidet Puch aus den Styria-Werken aus

1899: Gründung der Firma "Erste Steiermärkische Fahrradfabrik Johann Puch, A. G. "

1901: Das erste Auto wird fertiggestellt

1904: Beginn der Motorradproduktion

1906: Sieg eines Puch-Motorrads in der " Coupe Internationale "

1909: Mit einem Puch-Auto wird der Geschwindigkeitsrekord von 130,4 km/h erzielt.
Ein Puch-Motor treibt das Luftschiff" Estaric I"

1912: Ein länger bestehendes Herzleiden verschlimmert sich. Offensichtlich nach einem Zerwürfnis mit den Gesellschaftern scheidet Johann Puch aus seiner Firma aus und wird "Ehrenpräsident", Das Werk beschäftigt zu diesem Zeitpunkt 1100 Arbeiter und erzeugt 16.000 Fahrräder, 300 Motorräder und 300 Autos. Präsident des Grazer Trabrennvereins

1914: Johann Puch stirbt am 19. Juli in Zagreb

[Startseite]

end of the page

Zum Thema:

[ Motorräder ]
[ Classics ]


[ Puch Übersicht ]
[ Johann Puch ]
[ Firmengeschichte ]
[ Motorräder ]
+ [ Puch 250 Erinnerung ]
+ [ Puch TL 150 ]
+ [ Puch MS 50 ]
+ [ Puch M125 1966 ]
+ [ Puch Crosser 1972 ]
+ [ Puch MC 50 Super ]
+ [ Puch Crosser 1982 ]
+ [ Luft Puch 1975 ]
+ [ Puch Yeti ]


 

 

[ Walter Luft bei Puch ]
[ Erster Sieg auf Yeti ]
[ Gsöll Puch ]

Über das Genie:

Kenner der Geschichte meinen: "Puch war kein Konstrukteur, aber er hatte ein unheimliches Gespür für Innovation und tat alles, um die richtigen Leute zu engagieren und die jeweils besten Maschinen anzuschaffen."

Literatur:

100 Jahre
Steyr-Daimler-Puch AG,
H. Seper

 1964; R. Mayrhofer,
Steyr-Daimler-Puch AG, 1989.

 

Puch im Web:

Genauere Einblicke in das Leben Johann Puchs bietet die Seite:

 www.pavelhaus.at


Puch Museum

Puch Museum Graz

Museum in Eggenburg


Der Konzern

www.sft.steyr.com/