Steyr-Daimler-Puch

Johann Puch und sein Werk

1899

Johann Puch lässt seine Styria-Fahrradfabrik registrieren.

Für den innovativen Fahrradhersteller Puch war der Schritt zur Motorisierung nahe liegend. Er hatte dieses Gespür für Trends und die Beharrlichkeit seine Ideen umzusetzen. Zwischen 1903 und 1914 wurden neben Tausenden Fahrrädern 11 Motorradmodelle und 21 Automobiltypen bei Puch gebaut.

Bildquelle: www.johann-puch-museum-graz.com

Quelle: www.sft.steyr.com/

Beginn des motorisieren Zeitalters

1900

Herstellung des ersten Puch-Motorfahrzeuges "Voiturette" in Einzelanfertigung

1903

begann Johann Puch mit dem erfolgreichen Modell "A" den Bau von Motorrädern.

1906

Beginn der fabriksmäßigen Herstellung von Automobilen

1909

Mit einem Puch Auto wird der Geschwindigkeitsrekord von 130,4 km/h erzielt.

Bild: Voiturette von 1906, Quelle: bwaanaman.sohounion.com

Inhaltliche Quelle: www.sft.steyr.com/

Die erste Auto Ära bei Puch

In 13 Jahren machte Johann Puch sein Werk zu einem international angesehenen Unternehmen. Im Ersten Weltkrieg produzierte Puch im dienste der  k.u.k. Armee. Nach dem Krieg herrschte Not, und der Automarkt brach zusammen. Die Produktion wurde 1923 eingestellt.

1910

Puch fertigt Limousinen für Mitglieder des habsburgischen Kaiserhauses.

1912

Aus dem bewährten Reihen-Vierzylinder wird der berühmte 38PS-starke Typ VIII „Alpenwagen“ entwickelt.

Bild: Puch Alpenwagen, Bildquelle: www.austria-motor-veterans.at

1912

Johann Puch scheidet aus seiner Firma aus und wird deren Ehrenpräsident. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigt das Werk 1100 Arbeiter, die in diesem Jahr 16.000 Fahrräder, 300 Motorräder und 300 Autos erzeugen.

1919

Der „kleine Alpenwagen“ 6/20 PS geht in Serie.

1923

Patentanmeldung des Puch-Doppelkolbenmotors.

1928

Fusion der Puchwerke mit der Austro-Daimler AG.

Bild: Austrodaimler, 1918,
´Bildquelle: bwaanaman.sohounion.com
Inhaltliche Quelle: www.sft.steyr.com

Die Not der Zwischenkriegszeit

In der Bevölkerung herrscht Not. Die Industrie rationalisiert und fusioniert.  Auch das Puchwerk ist da keine Ausnahme.

1935

Eintragung der Steyr-Daimler-Puch AG in das Handelsregister in Wien.

1938

Von insgesamt 37.000 in Österreich zugelassenen Motorrädern trugen 32.000 den Markennamen Puch.

1941

Errichtung des Werkes Graz-Thondorf.

1946

Neustart der Wälzlagerproduktion in Steyr und Motorradfertigung in Graz,
Serienstart eines 3t-LKWs in Steyr.

1949

Zusammenarbeit-Vertrag mit Fiat, Turin.

Aufschwung und neues Lebensgefühl

Mit den 50er Jahren begann auch in Österreich das Wirtschaftswunder und die Motorisierung des Landes kam in Schwung. Puch-Fahrzeuge zählten dabei als Motorrad, Moped und Automobil zu den begehrten Objekten eines neuen Lebensgefühls.

1952

Produktionsbeginn des ersten Puch Motorrollers. (sie wurden bis 1962 gebaut )

1953

Puch stellt seine Motorradmodelle 125 und 175 SV vor.

Bildquelle: www.stern.de

1954

Das Moped MS 50 beginnt seine 28jährige Erfolgsgeschichte. Die MS 50 ist der Vorläufer aller Puch Schalenrahmen-Mopeds bis 1987.

1957

Der legendäre Puch 500 kommt auf den Markt.

Bild: Puch 500, Quelle: www.steyr-puch.at

1958

Serienstart des Puch Haflingers. Der Allrad-Veteran wird insgesamt 16.657 mal produziert und in 110 Länder der Erde exportiert.

1966

Sobieslaw Zasada wird auf einem Puch 650 TR II Rallye-Europameister.

1969

Das nach Stückzahlen erfolgreichste Puch Produkt – das Maxi geht in Serie. Von diesem Mofa werden insgesamt 1,8 Mio. Stück gebaut.

Die Beste Zeit für die Zweiräder

 Gleichzeitig wurde das automotive Engagement des Unternehmens verstärkt. Neben dem Geländewagen G war es dabei vor allem die Allradversion des VW Transporter T3, die den guten Ruf der Grazer als Partner der großen Hersteller begründete.

1970

Der Pinzgauer wird erstmals offiziell präsentiert. Bis 1999 werden von diesem 4x4-Mythos alpiner Geländegängigkeit 24.000 Stück in Graz produziert.

1973

Serienstart des Fiat 126 mit Puch-Motor.

1978

In diesem Jahr werden die meisten Fahrzeuge der Unternehmensgeschichte erzeugt – 270.000 Mopeds und Motorräder sowie 350.000 Fahrräder.

1979

Als gemeinsames Projekt mit Mercedes beginnt die lange Erfolgsgeschichte des Modells G.

Bild: Puch G, Bildquelle: www.vinthers.dk

1984 - 1992

Produktion des VW Transporters T3 in Allrad- und Standardausführung im Auftrag der Volkswagen AG

1987

Einstellung der gesamten Zweiradproduktion Gründung der Steyr-Daimer-Puch Fahrzeugtechnik

In das neue Jahrtausend

Das Unternehmen macht sich einen Namen als Allrad-Spezialist und als kompetenter Entwicklungs- und Produktionspartner für Fahrzeuge. Durch die Eingliederung in Magna International konnte sowohl die Liquidität als auch die Effizienz gesteigert werden. Heute produziert MAGNA STEYR Teile, Bausätze und auch ganze Fahrzeuge für diverse Partner.

1990 - 1991

Fertigung des VW Golf Country im Auftrag der Volkswagen AG

1990 - 1994

Fertigung des Audi V8L (Langversion) im Auftrag der Audi AG

1994

Beginn der Serienproduktion des Jeep Grand Cherokee im Auftrag von Chrysler, Produktionsjubiläum 100.000 Geländewagen Mercedes/Puch G

1996

Serienanlauf der für Daimler-Benz entwickelten Mercedes-E-Klasse 4MATIC  (Bild)

1998

Übernahme der Aktienmehrheit der Steyr-Daimler-Puch AG durch Magna

1999

Fertigung des Mercedes-Benz M-Klasse im im Auftrag der Daimler-Chrysler AG

100 Jahre nach der Gründung der Puch-Werke erwirtschaften 5200 Mitarbeiter 1 Mrd. Euro. Rund 125.000 Autos verlassen im Jubiläumsjahr die Werkshallen.

2001

Gründung MAGNA STEYR AG & Co KG. Die 150.000ste Mercedes-Benz G-Klasse fährt vom Band

Bildquelle: http://www.germancarfans.com .

2003

Produktionsstart der bei MAGNA STEYR zur Serienreife entwickelten Fahrzeuge Saab 9-3 Cabriolet und BMW X3.

Quelle: www.sft.steyr.com/

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Steyr-Daimler-Puch

Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik AG & Co. KG, SFT, Graz,

gegründet 1987;
gehört zu je 50 % der Magna-Holding AG (bis 1998 der Creditanstalt-Bankverein AG) und der Steyr-Daimler-Puch AG; sie zählt zu den bedeutendsten Zulieferern der internationalen Automobilindustrie für Allradantriebstechnik und produziert selbst allradgetriebene Pkws, Geländefahrzeuge, Kleinbusse, Transporter und anderes. Mit 4159 Mitarbeitern erzielte die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik AG & Co. KG 1998 einen Umsatz von 11,5 Milliarden Schilling. Bis 1999 bestand auch eine 50-%-Beteiligung der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik AG & Co. KG an der Eurostar Automobilwerk Ges. m. b. H. und Co. KG, die dann an Daimler Chrysler abgegeben wurde.

http://www.aeiou.at

 

MAGNA STEYR

Die Geschichte von MAGNA STEYR wird von zwei Persönlichkeiten, zwei herausragenden Industrie- und Wirtschaftspionieren geprägt: Johann Puch und Frank Stronach. Auch wenn zeitlich zwischen beiden nahezu ein ganzes Jahrhundert liegt, haben ihre Visionen und Ideen maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft des Unternehmens.

Johann Puch

geboren am 27. Juni 1862 Sakusak bei Pettau (Ptuj, Slowenien), verstorben am 19. Juli 1914 Zagreb (Kroatien)

Johann Puch startete 1878 seine Laufbahn als Schlossergeselle in Bad Radkersburg. 1885 wurde er in Graz sesshaft, wo er als Fahrradmechaniker begann und 1889 die Styria-Fahrradwerke ins Leben rief. Johann Puch gründete 1899 die "Erste Steiermärkische Fahrrad-Fabriks-AG" deren General-Direktor er bis 1912 blieb. In diese Zeit fiel auch der Beginn der Herstellung von Motorrädern (1901) und Automobilen (1904).

Auf Puchs Spuren:


Frank Stronach
(Franz Strohsack)

geboren am 6. September 1932 in Kleinsemmering (Steiermark)

Als gelernter Werkzeugmacher wanderte Frank Stronach 1954 nach Kanada aus, wo er 1957 einen Ein-Mann-Betrieb für Werkzeug- und Formenbau eröffnete, aus dem Magna International, eines der größten Unternehmen der Automobil-Zulieferindustrie entstand. Frank Stronach ist Begründer des Fair Enterprise-Konzeptes, einer Unternehmenskultur, die durch eine sehr starke Mitarbeiterorientierung und -beteiligung geprägt ist.

Steyr Daimler Puch im Web:


Alles über den legendären Puch 500 ("Puchschamerl")
www.steyr-puch.at

Bilder und Beschreibungen zu Fahrzeugen auf:
www.zuckerfabrik24.de


Magna Steyr:
www.sft.steyr.com/

Steyr Daimler Puch bei:
de.wikipedia.org

Die geniale MS 50

Seit 1954 am Markt. Die "Stangl- Puch" war das erste Moped, das nicht von einem Fahrrad abgeleitet wurde, sondern von einem Motorrad (SV Reihe).

Wichtige Serien:

1953 - 1962

Produktion von Motorrollern

1954 - 1987

Produktion von Mopeds und Mopedrollern

1957 - 1973

Produktion der Kleinwagen-Modellreihe Puch 500/650/750 C auf Basis des Fiat 500

1959 - 1974

Produktion des Geländewagens Puch Haflinger

1984 - 1992

Produktion des VW Transporters T3 in Allrad- und Standardausführung im Auftrag der Volkswagen AG

Maximaler Erfolg
mit dem Maxi

Praktischer und zuverlässiger Nachfolger für die MS 50.

Nicht zuletzt der Preis machte das Maxi zum ewigen Bestseller.

Bild: maximaster.tripod.com