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Klassik Euro-Cup-Finale Gressenich
Der 13. und letzte Lauf zum Classic-Trial Euro-Cup 2008 fand nach guter Tradition in Gressenich in Deutschland statt. Die Ortschaft Gressenich zählt ca. 2600 Einwohner und liegt zwischen Köln und Aachen unweit des riesigen Kraftwerkes Weißweiler an der A4, am Nordrand des Nationalparks Eiffel und zählt zu den ältesten Siedlungen im Raum Aachen. Die Masterminds des MSIG-Gressenich Bernd und Axel Kreutz zeichnen auch für die Organisation und Administration des Classic-Trial Euro-Cups sowohl für Solo- als auch für Sidecar-Trials verantwortlich. Der MSIG-Gressenich kann somit mit Recht als geografisches und auch organisatorisches Zentrum des Euro-Cups bezeichnet werden. Zum Euro-Cup wird nur der Lauf vom Samstag gewertet. Im Anschluß zum Finallauf findet gleich auch die Siegerehrung der Klassensieger des Euro-Cup sowohl bei Solo- als auch bei Sidecars statt. Wer erstmals nach Gressenich fährt und sich vorher bei den erfahrenen Kollegen erkundigt, kann sinngemäß hören: „Scheiß Trial, geile Party!“ (Zitat: Bernd Kreutz himself). Dazu aber noch später. |
MSIG GressenichUnabhängig davon, ob Teilnehmer direkt von Arnheim kommend schon fast eine Woche vor der Veranstaltung Ihre Zelte im Fahrerlager aufschlagen, oder ob jemand kurz vor der Veranstaltung kommt: Sofort wird erkennbar, dass ein Geist von fröhlicher Gemütlichkeit über dem Fahrerlager liegt. Im topp ausgestatteten Clubgebäude wird schon am Freitag vor der Veranstaltung ausgezeichnete Gastronomie geboten. Ein Kamin sorgt auch in der Nacht trotz niedriger Außentemperaturen für angenehme Wärme. Das Trialgelände liegt an einer von drei Ortseinfahrten nach Gressenich und wird aufgrund der deutlich sichtbaren Beschilderung leicht gefunden. In einem kleinen Waldstück am Kalvarienberg befindet sich das Trainingsgelände des MSIG-Gressenich. Eine Fläche in der Größe von ca. ein bis zwei Fußballfeldern ist gründlich ausgeholzt und durchzogen mit sorgfältig verlegten Felsblock-Kombinationen, Schotterbetten sowie verschiedenste Stufenvariationen die mit Rund- und Kant-Hölzern befestigt sind. Aufgrund des vorhandenen Hügels sind allerlei Hangfahrt-Variationen möglich. Der Boden ist sandig mit stellenweise hohem Lehmgehalt. Bei Regen wird dieser Untergrund rutschig wie Schmierseife. Erzählungen, wonach Sektionen, die bei Trockenheit auch Anfängern zugemutet werden können, bei Nässe auch für die Besten rasch unfahrbar werden, sind nach der ersten Besichtigung leicht nachvollziehbar. Das überschaubare Gelände ist äußerst zuschauerfreundlich, die Sektionen sind zu Fuß rasch und einfach zu erreichen. |
Die SektionenAcht Sektionen, die viermal zu passieren waren, boten unterhaltsamen und auch PRE65-gerechten Trialspaß. Die große Erfahrung der Club-Verantwortlichen im Classic-Trial zeigte schon die Tatsache, dass die Non-Stopps wunderbar in das Gelände gesteckt wurden und materialschonend zu befahren waren. Aufgrund freier Sektionenwahl, gab es lediglich an der langen und trickreich zu fahrenden Sektion Eins etwas Staus vor der A-Tafel. Als Fahrtleiter steckten Bernd Kreutz jun. für die Solo- und Axel Kreutz für die Beiwagen-Trials die Sektionen. Gefahren wurde in zwei Klassen (Pre65 und Twinshock, sowie jeweils in 4 Spuren: Beginner, Clubmen, Spezialisten, Experts). |
Aus den Ergebnissen:Der Meinung, dass die Blaue Spur (Beginner) zu leicht war, da in der Klasse PRE65 zwei Fehlerpunkte am Tag reichten um nur Siebenter zu werden, kann nach Analyse der Klasse Twinshock in dieser Spur widersprochen werden: Mit sieben Fehlerpunkten konnte noch ein zweiter Platz erreicht werden. Somit liegt die niedrige Punktezahl wohl eher an der Klasse der Fahrer und weniger an einer zu leichten Spur. Rob Petit, Jan Laurense, Roger Devandeler, Aldo Quaglia (alle Pre65) sowie Delvaux Guy (Twinshock) schafften eine Tageswertung ohne Fehlerpunkte. In der Spur Rot (Clubman) erzielten die
Twinshockfahrer Bernhard Göppert, Franzois Lecloux, Gunnar Schulte
sowie Masety Lucians mit jeweils nur zwei Fehlerpunkten das beste
Tagesergebnis. Besonders erwähnenswert war jedoch das Endergebnis in
der Klasse PRE65, Spur Clubmen: Der belgische Meister der Saison 1972/73 Victor Gigot auf Fantic erreichte mit fünf Fehlerpunkten die beste Leistung in der weißen Spur (Spezialisten, Twinshock). In der Spur Gelb (Experts) lieferten sich die beiden Belgier Eddy Zels (Pre65) und Michel Vincent (Twinshock) einen packenden Bewerb um die beste Tagesleistung, den „Big Eddy“ mit insg. nur zwei Fehlerpunkten für sich entschied, da Michel Vincent mit zwei Fehlerpunkten auf der Punktekarte aus der letzten Runde zurückkam und somit insg. drei Strafpunkte gesammelt hatte. |
Fazit:
Der ersten Hälfte der eingangs erwähnten Beschreibung der Veranstaltung („Scheiß Trial…“) muß klar widersprochen werden. Der Parcours präsentierte sich den Teilnehmern als anspruchsvoll und unterhaltsam. Die „fehlende“ Zwischenstrecke wurde gerne mit einem entspannenden Zwischenstopp am Clubgebäude zwecks Stärkung des Fahrers ausgeglichen. Aufgrund der günstigen geografischen Lage von Gressenich und dem Zusammentreffens von Solo- und Sidecartrials gab es eine hohe internationale Beteiligung bei Fahrer aber auch Punkterichtern. Mit Karl Peham aus Österreich sorgte der heuer wohl meistgereiste Punkterichter bei der schwierigsten Beiwagensektion für ordnungsgemäße Punktevergabe. Vor der Siegerehrung fand noch ein Trial-Special der Tagesbesten aus den Klassen Twinshock und PRE65 statt. Michel Vincent und Eddi Zels (beide Belgien) zeigten dabei eine beeindruckende Trialshow, geizten nicht mit Spaßeinlagen und sorgten für eine ausgezeichnete Unterhaltung der zahlreichen Zuseher.
Axel Kreutz moderierte äußerst kurzweilig die Ehrung der Gesamtsieger der einzelnen Klassen des Euro-Cup Klassik-Trial 2008 sowie der Beweiwagenwertung. Bei der anschließenden Feier sorgte Live-Musik für eine ausgezeichnete Stimmung, die auch zum Tanz genutzt wurde. Gutes Essen und Trinken sowie äußerst moderate Preise sorgten für eine ausgelassene Feier. Das Abstützen an Säulen und Ähnlichem wurde auch nicht als „Fünf“ gewertet, was so manchem Teilnehmer vor größerem Ungemach bewarte. Da dem Autor dieser Zeilen am folgenden Tag eine 10,5-stündige Heimfahrt bevorstand, endet dieser Bericht leider schon mit den Eindrücken der Feier bis um ca. 0:00 Uhr und dem Kommentar: „Geiles Trial, geile Party!“Alfred Wagner. PS: In Gressenich habe ich wieder die Video-Kamera etwas mitlaufen lassen. Das Video ist zu sehen auf: http://www.youtube.com/watch?v=6l2j0am4pWM PPS: Zwischenstand im Classic-Trial Europacup (Danke, Pit Demmer) |
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Zum Thema:
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Ebenau 07 ]
[ Gressenich 2008 ]
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Ashdon 2008 ] [ Canzo 2008 ] |
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Alfred WagnerAls "Quartals-Trialer" erlag ich als Zuseher im Jahr 2005 in Ebenau dem Reiz des Classic-Trials. Nach einer Verletzung in diesem Jahr fiel auch der Entschluss, entsprechende Schritte zu setzen um etwas mehr trainieren zu können. Im Frühjahr 2006 durfte ich eine SWM TL320 aus Norditalien abholen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Bald waren wir unzertrennlich und bei allen nationalen Veranstaltungen anzutreffen. 2007 folgten mit Trialteilnahmen in Italien, Ungarn und in Deutschland die ersten ausländischen Auftritte und die Erkenntnis: da gibt es noch eine Menge schöner Plätze zum Trialen. Die Phantasie von der Teilnahme am gesamten „Classic EuroCup 2008“ entwickelte sich zu einem konkreten Projekt. |
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