Tommi Ahvala, Beherrscher der Physik

Erste Kletterübungen mit Bultaco Chispa

Trial mit 6 Jahren

Tommi Ahvala begann mit dem Trial im zarten Alter von 6 Jahren, als sein Vater ihm eine Bultaco Chispa kaufte. Er besuchte mit seinem Vater und seinem fünfeinhalb Jahre älteren Bruder Trial-Bewerbe zuerst als Zuseher, denn sein Vater wollte seine Söhne in den Motorsport einführen.

Die ersten Bewerbe auf einer finnischen Tunturi (50 cm³) bestritt er, sobald er die Mindestaltersgrenze von 10 Jahren erreichte, das war 1983. Er erreichte in diesem Jahr gleich Platz 3 in der C1 Schülerklasse.

Ein Jahr später fuhr er zuerst auf einer 50er SWM, dann auf einer Fantic 80. Er erreichte in der nächsthöheren C2 Schülerklasse gleich Platz 2 in der Gesamtwertung.

Mit 12 Schülermeister

1985, 1986 und 1987 wurde er dann Schülermeister in der Klasse C2, wobei er in der Saison 1986 von der 80er Fantic auf eine 50er Beta wechselte.

Ende 1987 wurde der Familie Ahvala vom finnischen Fantic Importeur eine Unterstützung vereinbart, die ihm den Start in der skandinavischen Meisterschaft, und eventuell auch in einzelnen WM Läufen ermöglichen sollte.

Erste WM Einsätze auf Fantic

Werksvertrag mit 16

1988 bestritt er neben der finnischen Jugendmeisterschaft auch die skandinavische Trial-Meisterschaft und außerdem 8 WM Läufe. Die skandinavische Meisterschaft gewann er ebenso überzeugend wie er die finnische Jugendmeisterschaft beherrschte. Da er bereits besser als sein älterer Bruder fuhr, beschloss der Vater, dass dieser nunmehr Tommi als Mechaniker und Minder unterstützen sollte. Anders hätte sich die Familie Ahvala den WM Einsatz nicht leisten können. Dieses Familien-Team blieb bis 1997 bestehen, als Tommi entschied, nach Texas zu gehen.

Auch in der WM holte der 16-Jährige nicht nur die kleinen Zähler. Beim finnischen WM Lauf holte er vor seinem Heim-Publikum Platz vier in seiner ersten WM Saison. Dieses Paradestück gelang ihm, obwohl er in in diesem Jahr dreimal das Motorrad wechselte. Zuerst wechselte er von seiner Beta 50 auf die Fantic 200, von da auf die 303er Fantic und schließlich landete er auf der Aprilia 280. Denn zuerst wurde Tommi, wie eingangs erwähnt, vom finnischen Fantic-Importeur unterstützt. Da Tommi sich schon in seinem vierten WM-Lauf in den Top-15 platzieren konnte, musste die Familie entschieden, ob der 16jährige professionell in den Trial-Sport einsteigen solle, oder ob er zurück nach Finnland  weiter zur Schule gehen und einen normalen Job erlernen solle. Die Familie entschied sich für den Trialsport und unterschrieb einen Werksvertrag bei Aprilia. Diese Zusammenarbeit dauerte bis 1993, als sich Aprilia vom Trialsport zurückzog.

Mit Aprilia in den Trial-Himmel

Aufsteiger der Saison 1989

In seiner ersten WM-Saison belegte er schließlich Platz 13 in der Gesamtwertung.

Im darauf folgenden Jahr 1989 wurde er auf seiner Aprilia finnischer Meister und startete bereits bei allen WM Läufen. Im Aprilia Team war er klar die Nummer 2 hinter Diego Bosis, der 1988 mit der Aprilia den WM Gesamtrang 5 errungen hatte. Das blieb auch in der Saison 89 so. Bosis errang in den zwölf Läufen acht Podiumsplätze und damit den dritten Gesamtrang in der WM. Ahvala erreicht einen zweiten Platz in Deutschland und erreichte in der WM Platz sechs. Damit war er der Aufsteiger der Saison.

Auch 1990 war Ahvala in der nationalen finnischen Meisterschaft unbesiegbar. In der WM erreichte Aprilia ein sensationelles Ergebnis mit Bosis auf Platz zwei, Miglio Donato auf Platz drei und Ahvala auf Platz vier der Trial-WM.

Nummer 1 im Aprilia Team

1991 wechselte Diego Bosis von Aprilia zu Fantic, um da die neue C@asta zu entwickeln.

Ahvala übernahm die Rolle des Teamleaders und erreichte in der WM mit zwei Siegen und vier zweiten Plätzen den zweiten Gesamtrang hinter Jordi Tarres.

Zu Ehren Ahvalas wurde 1995 in Finnland eine eigene
Briefmarke mit Ahvala-Motiv aufgelegt.

Nummer 1 der Welt

Tommi Ahvala begann die Saison 1992 wie er die vorhergehende Saison beendete - mit einem Sieg. Danach entflammte ein Dreikampf zwischen ihm, Diego Bosis auf Fantic und Jordi Tarres auf Beta. Die Siege wechselten bis zum Ende der Saison.

Nach dem achten Lauf in Polen führte Tarres bereits mit 140 Punkten vor Ahvala mit 128 Punkten und Bosis mit 121 Punkten. In den vier verbleibenden Läufen erreichte Ahvala einen Sieg und dreimal Platz zwei. Einen Sieg konnte sich noch Bosis holen, aber die anderen beiden Siege holte sich der Außenseiter Amos Bilbao auf der brandneuen Gas Gas. Dadurch hatte Ahvala den ersehnten Titel.

Er wurde mit 199 Punkten Weltmeister von Tarres, der schließlich nur 190 Punkte erreichte.

In der Saison 1993 konnte Ahvala zwar noch seine Klasse mit dem Indoor-Weltmeister-Titel unter beweis stellen. In der Outdoor-WM erreichte er den dritten WM-Platz , aber er musste zur Kenntnis nehmen, dass die beiden Fahrer die ihn geschlagen hatten, in technischer Hinsicht besser ausgestattet waren. Es waren dies Jordi Tarres mit der Gas Gas und Marc Colomer mit der Beta. Die Aprilia war einfach in die Jahre gekommen, und das Motorrad wurde vom Werk nicht mehr weiterentwickelt.

Wechsel zu Fantic - ende der WM Karriere

Für die Saison 1994 unterschreibt Ahvala bei der dahinsiechenden Marke Fantic Motor. Er kann damit in Belgien Siegen und fünf weitere Podiumsplätze erringen. Im Gas Gas Sandwich hinter Tarres und vor Juan Pons wird er Vize-Weltmeister.

1995 liegt der junge talentierte Marc Colomer, diesmal auf Montesa, wieder vor Ahvala auf dem zweiten Platz, und bietet dem Meister Tarres einen harten Kampf um den Titel. Tommi siegt zwar beim ersten Lauf, kann aber in der Folge nicht mehr in den Zweikampf eingreifen.

1996 und 1997 wird er jeweils achter in der WM. In der Saison 1997 wechselt er von Fantic auf Montesa, und Ende dieses Jahres sollte sich für ihn einen neuer Lebensabschnitt auftun.

Gas Gas Promoter in den USA

Ende 1997 knüpft Tommi Kontakte zu Gas Gas. Er bekommt das Angebot als Trial-Promotor für Gas-Gas in Texas einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Mit Trial-Shows sowie Trial-Lehrgängen versucht er den Sport auch in den USA populärer zu machen und somit auch natürlich einen riesigen Markt für Gas Gas aber auch allen anderen Trial-Motorrad-Herstellern zu öffnen.

1999 wird er nationaler-US Trialmeister. Das ist ein guter Start in das Showgeschäft. Bald tourt er mit seiner Supertrial-Trialshow durch ganz Amerika und gibt 200 Stunt-Auftritte pro Jahr.

Zurück nach Finnland

Mit zunehmendem Alter kostet das Leben auf der Straße immer mehr Energie, und so zieht Tommi Ahvala 2007 wieder zurück in seine Heimat nach Finnland.

Seit 1.1. 2008 ist Tommi Ahvala Gas Gas Importeur in Finnland.

Sportliche Erfolge

1985-1987 Finnish National Champion in High School Class

1988: Finnish Junior Champion

1989-1991 Finnish National Champion

1988 und 1999: Scandinavian Champion

1992 Weltmeister (Outdoor) – Aprilia

1993 Weltmeister (Indoor) – Aprilia

1995 finnische Post bringt eine eigene Ahvala-Briefmarke heraus

1995 Italienischer Meister

1999 US National Champion

Links:

Homepage: Schaut euch in der "History" um! Da gibt es wunderbare Fotos.

http://www.supertrial.com/

Ahvala, Beherrscher der Physik

http://www.cycleconnections.com/articledetail.asp?TypeID=7&Id=526

iowa

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... im Web

www.supertrial.com

Tommi Ahvala

Geburtstag: 13.11.1971
Geburtsort: Helsinki, Finland
Familienstand: verheiratet, Pälvi
Mutter: Marja-Leena
Vater: Jouko, gest. 1996
Bruder: Jommi

Die Aprilia Seite

"Trial Weltmeister"

Die Namen aller Weltmeister seit 1975 findest du ...

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Erfolge:

1988: Finnish Junior Champion

1992 Weltmeister (Outdoor)

1993 Weltmeister (Indoor)

1999 US National Champion