Beantwortet von Fredl Wagner
Anfang
des Motorradfahrens
Trial ist motorisierte Fortbewegung in der ursprünglichsten Form.
Meiner Meinung liegt im Trial der Anfang des Motorradfahrens. Ohne
Geschick und Gleichgewichtsgefühl gibt es kein Motorradfahren. Die
Straßen zur Zeit der ersten Motorräder mit diesen zu bezwingen war
sicher nicht immer einfach und bedurfte einiges an Geschick und
Können. Die Aktionsradien der Zweiradfahrer wuchs wesentlich
schneller als der Ausbau der Straßen. Und immer gab es das selbe
Ziel: Zuverlässig von A nach B, möglichst energiesparend.
Große
Freiheit bei geringem Risiko
Naja,
die Technik hat sich etwas geändert. Aber geblieben ist: mit dem
Trialmoped kannst am Asphalt, am Schotter, auf Stein, im Gatsch, im
Wald, im Wasser (und auf allen Belägen, die ich vergessen habe)
fahren. So gesehen, hat man mit diesen Dingern die größte Freiheit.
Und das bei dem kleinsten Risiko: Ein trialmäßig fabrizierter
Luftstand von 1,5 m fühlt sich auch sehr geil an, ich brauche für
dieses Gefühl keinen 30 m Sprung mit einer Cross-Maschine. Eine
Schräglage am Asphalt, bei dem das Hinterrad aufgrund des niedrigen
Luftdrucks wegschmiert, erinnert mich noch immer an Drifts eines
Herrn Rossi bei 200 km/h....

I say that's life....
Am liebsten sind
mir persönlich Erkundungsfahrten durch die Pampa. Und plötzlich
bleibst bei irgend einer Kante stehen, weil die bezwungen gehört.
Und wenn wenn die Hände vor Müdigkeit abfallen, muss des soeben
"erfahrene" unbedingt besprochen werden. Ein, zwei Bier können dabei
äußerst hilfreich sein.
I say thät's life....

Motorsport für faule Säcke
Am Ende muss unbedingt die Robustheit der Töpfe erwähnt werden.
Ein Lindner-Traktor aus den 50iger Jahren mit den alten
Jenbach-Motoren braucht nicht viel mehr Pflege und ist auch nicht
zuverlässiger als ein Trialmoped. Ein Motorsport für faule Säcke wie
ich es bin, die eigentlich hauptsächlich FAHREN und nur wenn es
unbedingt nötig ist, SCHRAUBEN wollen...

Trial als Kompromiss
Ich steh' weniger auf die Diskussion über "hohe Kunst" oä., zumal a
Motocross -Fahrer bei jeder Trainingssession höher springt als ein
Trial-Fahrer, oder ein Speedwayfahrer gröbere Traktionsprobleme als
ein Triallist hat. Jeder Zweiradsport hat seinen ureigensten Reiz.
Keinesfalls sollten diese verglichen werden. Für mich ist Trial der
perfekte motorisierte Zweiradkompromiss!

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