Mein Name ist Climber
Climber 280
Geheimagent im Auftrag seines Webmasters, Io Taco
Mit der Lizenz zum Schreiben und Fotografieren.
Die nachfolgenden Zeilen berichten von einem meiner ersten Aufträge im
Namen meines Webmasters, Io Taco.
Alles begann mit einigen Emails und dem freudestrahlenden Hinweis von Io
Taco, daß uns Ulli Leitner, seines Zeichens ein Agent vom Geheimdienst BLM,
mit dem wir schon eine gute Weile kooperierten. Ulli berichtete von einem
Gipfeltreffen der Trial-Geheimagenten bei Verso in Italien.
Es bedurfte keinerlei längeren Überlegungen um zu entscheiden, daß auch
trial.net.tf daran teilnehmen würde. Io Taco würde fast seinen kompletten
Stab mit Moni, den Junioragents Lukas und Fabian sowie den
Special-Agent-Dog in Ausbildung „Fido“ mitbringen.
Wir schreiben Donnerstag, 24.3.05, ich reise von meinem letzten
Einsatz-Ort in Wien mit meinem Spezial-Smart zum vereinbarten
Geheim-Sammelpunkt auf der -Alm, Dort traf ich am Abend alle die
anderen Agents. Nach einer kurzen Nacht, (06:15 Uhr, selbst aufgewacht!!!)
und einer kurzen Wartezeit, da wir den Special-Agent-Dog nicht unnötig
früh wecken wollten, gings los, ca. 06:45. Die Spezialbikes
-Beta und Climber waren mit sorgfältiger
holzkonstruktions-Tarnung spezial-gesichert.
So ging's zuerst Richtung Westen und nach einer kurzen Pause vor Villach
(Achtung: Die Agenten vom Burger-King sperren erst ab 10.00 Uhr auf!) Für
einen Kaffee und etwas Süßem reichten Zeit und Angebot trotzdem.
Beginnender Regen lassen etwas Zweifel aufkommen. Ab Villach geht’s
schnurstracks Richtung Süden. Den Abstecher das Kanaltal auf der
Bundesstraße durchzufahren, verzichten wir aufgrund des schlechten
Wetters. Regen, mal heftiger, mal weniger stark.
So geht’s innerhalb der gesetzlich gestatteten Tempo-Limits Richtung
Romana d’Isonzo. Aufgrund der exakten Beschreibung von Ulli und der
hervorragenden Streckenaufbereitung durch Special-Young-Agent Lukas, wird
der Trial-Sammelpunkt sofort und direkt gefunden (Ankunft ca: 12:00 Uhr!!!
– hat sich doch etwas gezogen).
Am Gelände steht ein Wohn-LKW der Fam. Steiner aus Oberwölz (Murau). Diese
Wohnmaschine wurde nach den persönlichen Plänen von Wolfgang Steiner
aufgebaut. Und im großen ist dann auch noch ein kleiner versteckt, so
fährt etwas später aus einer Heckklappe ein Smart 42 raus *smile*.
Trotzdem machen sich etwas Zweifel und etwas Frustration breit, da es
dauernd regnet, der Dorfwirt in Verso meinte auch noch, dass der nächste
Tag das gleiche Wetter bereithalten würde und wir warteten und warteten,
und sonst niemand erschien… Hinzukam, dass die nächste Pizzeria erst um
15:00 Uhr öffnete, was besonders Young-Agent Lukas zutiefst enttäuschte.
Am späten Nachmittag konnte aber Ulli mittels digitalem Mobil-Funk
erreicht werden. Ha, es würde nur noch wenige 15 Minuten dauern, bis er
eintreffen würde. Diese Nachricht war wichtig für die Stimmung!
Mittlerweile wurden sogar schon Gedanken wach, dass die Veranstaltung
aufgrund des Wetters generell abgesagt wurde. Endlich schallt das helle
Lachen vom Ulli über das Gelände. Herzlicher Plausch und etwas
Detail-Infos für morgen (insg. werden über 30 Leute (!!!) erwartet, Trial
und Enduro). Der Capo d’piazza (das italienische Pedant zum Plaztwart)
wurde von der Gruppe begrüßt. Er erzählte „beruhigte“ uns, dass wir den
ersten Regentag seit 3 Monaten erwischt hätten. Über den ganzen Winter
waren laufend Österreicher, Slowenen und Ungarn anwesend und konnten die
herrlichen Bedingungen nutzen…
Und so sollte dann gemeinsam ins wunderbare Hotel „da Ponte“ in Gradisca
d’isonzo zum gemeinsamen Abendessen gefahren werden. Der Anhänger wurde
angeschlossen und wir fuhren wie gewohnt im Konvoi los. Wenige Meter
später gab ich mit meiner Spezial-Smart-Hupe einen kurzen Signal-Ton ab,
um dem Webmaster Io Taco darauf hinzuweisen, dass die Beleuchtung vom
Anhänger nicht funktionierte. Mit einem Handgriff wurde das durch
korrekten Anschluß am Verbindungsstecker behoben.
Jedoch zu welchem Preis?
Das Spezial-Agent-Mobil machte alles, nur wollte es ab sofort den
Spezial-Agent-Mobile-Key nicht mehr akzeptieren. Jeder Versuch das
Fahrzeug zu starten, wurde vereitelt.
Kein Problem für 00-Agents mit ihrer Special-Agent-Super-Sonderasstattung!
Ein kleines gelbes Plastik-Stück in der Größe und in der Form einer
Kreditkarte, getarnt mit einem harmlos wirkenden Aufdruck: „ARBÖ
Sicherheitspaket“ gemeinsam mit dem bereits vorhin vorgestelltem digitalen
Mobilfunktgerät lösen das Problem wie aus Geisterhand. Mit Hilfe des
superwendigen Mini-Mobil Smart 42 sowie der geheimen Hymer-Base vom Ulli
werden die Agents aus der Gefahrenzone in aller Ruhe evakuiert, während
die Special-Agents von trial.net.tf in aller Ruhe darüber philosophieren
können, wann es denn eigentlich finster werden würde…
Die Bergung des Spezialmobil’s inkl. Sondertransport-Anhängers wäre kuz
und bündig abgelaufen, hätte sich nicht Special-Agent Climber den
redlichen Bemühungen seines ehemaligen Ausbildners für Italienisch (authorised
Trainer Schönbacher) so erfolgreich widersetzt. Trotzdem, 20 Sätze und 35
Mißverständnisse später konnte eine Lösung gefunden werden. Der
Sondertransporter wird mit allem Spektakel (Abschleppwagen gelbes
Drehlicht) möglichst unauffällig in die Basis in Gradisca gezogen, das
Sondermobil gleich huckepack am LKW vorab nach Palmanova. Am
darauffolgende Montag würde der Wagen in die Sonderwerkstätte nach
Cervigno gebracht werden.
Naja, hat man Pech, hat man auch noch wenig Glück!
Es ist nunmehr 20:00 Uhr, nach fünf Stunden Anreise, der Dorfwirt in Verso
hat im Brustton der vollen Sicherheit, frei jeglichen Zweifels erklärt,
dass das Wetter weiterhin schlecht bleiben würde (Regen, kühl – erinnerte
stark an die Trialerlebnisse aus der Jugendzeit der Special-Agents in
Schloß Waasen, die immer im November stattfanden). Außer der Familie
Steiner sowie Edith und Ulli Leitner war noch niemand anwesend, es wurde
noch keine Minute getrialt, die Young-Agents waren enttäuscht, daß weder
die Versorgungsstation geöffnet hatte, noch wirklich Aussicht für
Außerhaus-Aktivitäten aufgrund der Witterung bestand.
Doch im Hotel gab es auch good News:
Moni meinte, sie habe bereits den Gerhard Pegam gesehen. Nach kurzer tel.
Rückfrage, findet Joe raus, dass der Ulli Leitner mit der Fam. Steiner im
Hotel-Restaurant zu Tisch ist. Dort angekommen, sehen wir, dass Gerhard
mit seiner Andrea tatsächlich anwesend waren. Joe und Gerhard verstanden
sich auf Anhieb wie eineiige Zwillinge. Rasch waren beide mit Geschichten
und Geschichtchens so vertieft, dass sie wenig von der Umgebung
mitbekamen. Gerhard erwies sich als wandelnde Chronik und als Hort für
Anekdoten. Die Familie Steiner hat uns bei dieser Gelegenheit für
Pfingsten zum Trial am eigenen Grundstück eingeladen. Natürlich wollen wir
gerne kommen.
Danke auch auch nachträglich an Gerhard Pegam: Er hatte uns zum Essen
eingeladen!
Nächster Tag: frühes Aufwachen, sofortige Wetterkontrolle. Nebelig, kühl…
so richtiges Herbsttrial-Feeling. Und das Erstaunlichste! ICH sitze als
Erster und Einziger im Frühstücksaal. *smile*. Ich war auch noch so früh
fertig, dass ich genug zeit hatte, diese Story zu beginnen, als plötzlich
das Handy läutete und sich der ARBÖ meldete. Ein Leihauto stünde in Udine
ab 10.00 Uhr für uns bereit. Freude! Moni und Kids wären somit wieder
mobil und nicht mehr ans Hotel „gefesselt“.
Die Gruppe hat sich zwischenzeitig vergrößert, und somit auch die
Wartezeit bis zum Aufbruch ins Gelände. Dank Hilfe von Ulli Leitner, wird
der „Sven-Opa“ den Anhänger mitngehmen. Eigentlich wollten wir gerade die
Gunst der ersten Stunde(n) nutzen um gleich Kontakt zu den Übrigen
herzustellen. Da aber keine wirkliche Aufbruchstimmung wahrnehmbar wurde,
haben wir kurzfristig entschieden, das Auto doch noch vor dem Trial in
Udine abzuholen. Kann ja gar nicht so schwer sein, die Firma Moretti in
der Via Manzini zu finde, ohne jeden Stadtplan…
In Udine wurde der Optimismus gleich gesteigert, als wir bemerkten, dass
auch die Straßennamen auf den Wegweisern angeführt wurden. Da ich aber der
Meinung war, dass sich eine Budget-Autoverleih-Firma in der Nähe eines
Bahnhofes befinden müsste, habe ich kurzentschlossen in eine Seitengasse
abgebogen, weil das eben die Richtung für den „Stazione“ war. Ich war mir
eh nicht so sicher, da die Gasse m.M. verhältnismäßig eng und unscheinbar
wurde. Also ran zur nächsten Tankstelle und fragen. Ja die Richtung war
absolut richtig. Nur noch zwei Ampelkreuzungen und eine Seitengasse. In
der vermeintlichen Seitengasse zur Sicherheit nochmals gefragt, und es war
gut so, wir waren zu weit. Also wieder zurück, nun aber richtig abbiegen
und trotzdem wieder keine Via Manzini. Daher ran an den Feind „Polizia“:
50 m gerade und dann links. Also 50 m gerade aus und li… Halt! Einbiegen
verboten! Daher in letzter Sekunde noch nach rechts und dann sofort
einparken. Den Rest machen wir zu Fuß. Es ist ca 11:15 Uhr, wir stehen vor
dem Büro von Moretti, die Rolläden waren heruntergelassen und alles zu.
Hmmm, in einer engen Hofeinfahrt ist ein Abschleppwagen zu sehen, also
waren wir sicher richtig. Im Hof war eine Garagentür offen, ein
vorsichtiges und halblautes „Buon giorno!?“ Eine etwas mürrisch anmutende
Antwort, lässt wenig Gutes hoffen. Erstens war der Moretti verwundert,
dass wir einen Fiat Punto haben wollten und zweitens scheinbar war er
etwas grantig, weil der Termin doch um 10.00 Uhr gewesen wäre und drittens
hätte er noch kein Fax bekommen. Außerdem hätte er noch irgendetwas bei
seinem privaten Ladegutsicherungs-Gitter für seinen Kombi zu tun gehabt,
und schlussendlich hätte er eigentlich geschlossen gehabt. Also einige
Gründe um wenig Freude zu zeigen. Trotzdem wurde der Laden geöffnet und
uns mehrfach erklärt, dass er kein Fax bekommen hätte, dass er aber
brauchen würde. Zufällig rief in wenige Minuten später das italienische
Büro des Arbö-Partners an um ihn entsprechend zu instruieren. Aber das
Hauptproblem bestand weiterhin darin, dass der Faxempfang fehlte und
unsere Reservierungsnummer in Italien wenig Bedeutung hatte. Daher riefen
wir nochmals den ARBÖ an um denen das Problem zu schildern, diese riefen
daraufhin umgehend in Mailand (Partner-Büro) an, und diese riefen wenige
Minuten später den Moretti zurück. Nach ausgiebigen Diskussionen bezüglich
des fehlenden Faxes, war endlich das herrliche Handshake-Pfeifen des
Fax-Gerätes zu hören. Endlich. Plötzlich gab es kein Problem mehr, der
Moretti war glücklich und wir konnten so ca. um 12.15 endlich losfahren…
Zurück ins Hotel Autoschlüssel abgeben und sofort weiter ins Gelände!
Endlich!!!!
Mopeds vom Hänger, rein in die Trialwäsche und und –Stiefel. Völlig egal,
dass es Schuster-Buben regnet. Egal, dass alle einpacken. WIR FAHREN!
Rein ins Bachbett: endlos nach Norden, endlos in den Süden, nur Schotter,
Geröll, Bachbettverbauungen, Herz was willst du mehr!
Vom Dauerregen, zwischen Schnürlregen und Regenguß haben wir wenig
gespürt. Frechheit siegt, und werden Geröllstuften erklommen, und auf
Geröll gezangelt, bis die Hände runterfielen. Ich gebe zu, etwas
Enttäuschung schwang bei mir jedoch trotzdem mit, da wir wiederum alleine
unterwegs waren. Alle anderen waren doch vorm Regen geflüchtet, obwohl
dieser mittlerweile aufgehört hatte und wir perfektes Fahrwetter
vorfanden. Als wir zurückkamen wurden die Mopeds auch schon offensichtlich
wieder transportverpackt. Niemand wollte wirklich sagen, ob er noch am
nächsten Tag fahren wollte. „Hängt vom Wetter ab“.
Wiederum Zweifel. Soll es das wirklich gewesen sein? All der Aufwand, all
das Pech, für zwei Stunden Solo-Regen-Trial? Wie auch immer, es wäre nicht
abänderbar gewesen, und es hätte akzeptiert werden müssen. Wenigstens sind
wir zwei Stunden gefahren. Also wieder Mopeds einpacken, dem Ulli
bescheidgeben, er möge den „Sven-Opa“ informieren, dass er wieder mit
seinem Passat kommen und den Anhänger abholen möge und zurück ins Hotel.
Doch dann, wenige Meter vor dem Hotel:
Ein Wohnmobil mit einem Kennzeichen aus Voitsberg und einer GasGas hinten
drauf. Aha! Da kommen noch welche!!! Und am Parkplatz die nächste
Überraschung: zwei weitere BLM-Autos waren bereits geparkt. Waah! Es wird
noch gefahren.
Nach dem Duschen gab es wiederum schlechte News. Die insgeheim erhoffte
Rückholung von Moni, den Burschen sowie von Fido wird nicht durch den ARBÖ
organisiert. Also Eltern anrufen und mal vorsichtig anfragen. Der Vati
bremst etwas und will offensichtlich nicht gleich entscheiden, daher
schlage ich vor, er möge sich doch Zeit nehmen und wir haben vereinbart,
dass ich um 20:00 Uhr wieder anrufen würde.
Obwohl eigentlich ein „Wagner-Essen“ geplant war, gab es doch ein
gemeinschaftliches Abendessen der gesamten Gruppe, da alle in die gleiche
Pizzeria wollten. Daher hab ich mich gleich mal etwas zurückgezogen, damit
die ’s auch etwas Zeit unter sich verbringen konnten. Ich bin
mir sicher, das war richtig und wichtig. Ich hatte auch so meinen Spaß,
mit den Pegam’s und den Steiner’s (glücklicherweise, wollten alle nur
Rotwein, so musste der Weiße nur mit dem Gerhard geteilt werden).
Für alle, die es nicht wissen: Ich liebe es, in Italien zu essen: Diesmal
Pizza Frutti di Mare, mah guat!
Mitten beim Essen klingelt das Handy, die Silvia war dran und wollte was
wegen des Shuttle-Dienstes besprechen. Ich hab das Handy gleich an den Joe
weitergegeben. Er erzählte etwas später, dass die Silvia kommen würde,
jedoch so geheimnisvoll herum getan hätte.
Jedenfalls wurde mit den Steiners vereinbart, dass wir am nächsten Tag
eine Foto-Session sowie eine Interview-Runde mit dem Phillip Steiner
machen wollten.
Es ist Sonntag, ich habe den Wecker auf 07.00 gestellt und wurde so um
06:45 wach. Wenige Minuten später läutete das Handy. Der Vati war dran und
meinte, dass er nun losfahren wolle. Ich war mir nicht sicher, daher
fragte ich wie spät es denn sei. „So ca. dreiviertel acht“, kurzes
Grübeln, dann die Lösung: „Ach ja, wir haben ja seit heute Sommerzeit!“.
Also auf, rein in die Dusche ab zum Frühstück. Da saß dann schon die
Spielverderberfamilie mit Joe, Moni und den Burschen. Die waren diesmal
früher dran. Nach einem „Frühstücksexperiment“ (Kaffee mit Honigbrot)
wurde gleich dieser Report erweitert. Und dann fing wieder das große
Warten auf die Hängertransportgelegenheit an. Diesmal hatte Joe
organisiert, dass der Anhänger vom Wolfgang Leiter zum Gelände gebracht
werden würde. Die Gruppe war gestern ganz offensichtlich länger unterwegs
und hatten die Qualität der Weine und entsprechende Konsummengen
gewürdigt. So auch die Gesichter jener, die gerade zum Frühstück
eintrudelten. Wiederum Warten und warten und warten. Plötzlich, es muss
wohl so um 10:30 Uhr gewesen sein, läutete das Handy: „Silvia GSM“. Ja, wo
denn wir wohl seien wollte Sie wissen. Naja, nach wir vor im Hotel „al
Ponte“. Das sei gut so, denn da wäre sie auch gerade….
Wie vermutet, Silvia mit Wolfi, etwas überraschend mit deren Töchtern aber
auch mit unseren Eltern standen mit einem Bus vom Resch am
Hotel-Parkplatz. Riesen Überraschung, weil sie so früh angekommen sind
aber auch Freude über den Spaß, den die mit dieser Aktion mitgebracht
hatten. Natürlich folgte ein ausgiebiger Plausch über die Fahrt, und die
Mutter hat gleich den mitgebrachten Oster-Fresskorb geöffnet. So gab es
auch eine herrliche Osterjause mitten am Parkplatz. Alle Anwesenden waren
selbstverständlich auch miteingeladen. Dem Ulli Leitner hat es ganz
offensichtlich gut geschmeckt, da er sich gleich mehrfach anstellte (also
2 ½ Brote hätte ich nicht geschafft!). So wurde der Reschbus mit der davor
versammelten Rotte gleich mal kurzfristig zum sozialen Zentrum. Da aber
der Wolfgang Leitner schon abgefahren war, die Versammlung kein Ende nahm
und Joe und ich auch ganz offensichtlich nicht zur Unterhaltung benötigt
wurden, sind wir gleich mal voraus zum Gelände gefahren (die Übrigen
wollten noch nachkommen).
Das Wetter war ideal, trocken kühl – einfach perfekt!
Der Leitner Wolfgang sowie der Reinbacher Ernst hatten gerade erst ihre
Mopeds ausgepackt und sich in Schale geworfen. Nur wenige Minuten später
waren Joe und ich in Montur und waren die Mopeds vom Hänger abgeladen.
Dabei konnten wir ein echtes Drama beobachten: Der Leitner versuchte die
ganze Zeit seine GasGas ins Laufen zu bringen. Immer wieder verweigerte
der Motor den Dienst. Ein Wahnsinn! Ein neues Moped das so herumzickt?
Gerade bei dieser Gelegenheit ließen sich unser betagten Damen etwas Zeit
mit dem Anspringen und nach jeweils dem dritten Kick liefen sie brav. Der
Wolfgang meinte, er hätte sein Moped gewaschen und danach nicht mehr
trocken gefahren. Hm, da bin ich aber glücklich, dass meinem Traktor so
was völlig egal ist (Der Ernst bestätigte dann auch noch, dass die Aprilia
auch so klinge wie ein Traktor.)
Ca einen Kilometer flussaufwärts soll ein Damm sein, an dem es sich
herrlich trialen ließe, meinte der Wolfgang. Also sind wir schon mal
voraus gefahren und haben gleich mal zu den Enduristen aufgeschlossen um
kurz darauf weiter den Damm zu suchen. Wir hatten dann aus
Sicherheitsgründen an der Stelle zu wenden, die gerade frisch geflutet
wurde um nicht irrtümlich von den anderen abgeschnitten zu werden. Bei den
Enduristen war dann auch schon der Wolfgang und Ernst eingelangt. Da ging
es dann mit insgesamt sechs Trialisten nochmals zurück zur herrlichen
Flussquerung und weiter zum Damm.
Wolfgang und Ernst sind gleich keck voll rein ins Geröll. Ein Blick und
ich habe mich gleich bedankt, dass die beiden mir die Gelegenheit zum
Fotografieren gaben, ans fahren war in diesem Gelände überhaupt nicht zu
denken. Aber wir konnten einige feine Fotos schießen. Ernst und Wolfgang
haben sich gerne in den Dienst der Sache gestellt und auch für die
entsprechenden Motive gesorgt.
Nun aber zeigt der Trial-Sport von seiner sympathischsten Seite. Obwohl
oder gerade weil das Gelände ziemlich heftig ist, sucht und findet
Wolfgang eine wunderbare Spur für einen gestandenen Gelbfahrer wie mich,
die auch alles beinhaltete was Flussbett-Trial ausmacht. Schöne Stufen auf
losem Schotter, Stein-Kanten, die unsauber gefahren, das
Getriebeschutzblech zum jubilieren brachten, aber auch schöne Radien im
losen Sand und Stufen aus der Kurve heraus.
Auch wenn ich mich mehr oder weniger unfreiwillig 2x an der selben Stelle
hinlegte, ist es doch naheliegend, dass es hier eine Quelle geben müsste.
Der launige Kommentar vom Wolfgang, ließ meinen Ärger über die Hinleger
etwas schmälern...
Zwischendurch kam mit perfektem Timing gerade als wir zu einer Pause ins
Fahrerlager fuhren der Jausenexpress in Form des Resch-Bus ein. Womit sich
das Frühstücksprozedere wiederholte. Brote, Gselchtes, Getränke, Kaffee
bis zum Abwinken. Nach etwas Pause und kurzer Verabschiedung der
Wagner-Sippe ging es gestärkt wieder zurück zum Torre.
Auch die richtige Technik bei hohlen Stufen wurde trainiert. Der Wolfgang
nannte es 2-Gas-Stoß-Technik (einmal Gas um das Vorderrad an die Kante zu
setzen, und der zweite Gasstoß, damit das Vorderrad nochmals abhebt, um
genügend Spiel zwischen Rahmen und Steinkante zu haben). Inmitten der
GasGas-Armada benenne ich das in GASGAS-Technik um...
Nach technischem Defekt bei Ernst (Patschen hinten) wurde die Session
abgebrochen. Gerade rechtzeitig, da ich somit noch kräftemäßig in der Lage
war, selbständig zu gehen...
Etwas Wehmut kam dann beim Verladen der Mopeds schon auf. Das war’s jetzt
für dieses Wochenende. Dieses kurze Aufkeimen von Traurigkeit war aber
spätestens bei Spaghetti Vongole vergessen.
Joe meinte, dass er seine Oberschenkelmuskulatur etwas schmerzhaft fühlte.
Der Glückliche! Ich spürte den Rest!
Am Montag machten wir einen Tagesausflug nach Triest (Miramare), um die
Zeit etwas totzuschlagen.
Vor der Abfahrt haben wir uns von den meisten Teilnehmern verabschiedet.
Der junge Patrick Steiner tat mir etwas leid, dass er am Vortag um das
Interview umgefallen ist. Joe hat ihm aber sicher zugesagt, dass wir das
nachholen werden. (Pfingsten in Oberwölz – wieder ein neuer Termin!)
Bei der Verabschiedung hatte Joe mit dem Wolfgang Leitner auch vereinbart,
daß er diesen schon am Donnerstag wieder besuchen würde, da der Wolfgang
gerade eine neue GASGAS zerlegen würde, und sich so eine gute Gelegenheit
ergäbe, das patentierte Getriebe dieses Mopeds zu fotografieren.
Leider konnten wir von der Küstenstraße aus, das Meer wegen Nebels nicht
sehen. Aber Miramare ist immer einen Abstecher wert. (Tipp: Für alle, die
den Park-Plan von Miramare studieren: das längliche Bauwerk im Nordende
des Parks, das genau in nach Venedig auf der einen und Triest auf der
anderen Seite ausgerichtet ist, stellt kein Gebäude sondern einfach nur
einen kurzen Abschnitt der Küstenstraße zwischen zwei Tunnels dar. Also
bitte kein Haus oä. suchen...)
Ins Hotel zurückgekehrt ging es dann am Abend zu Fuß zu einer Schotterbank
am naheliegenden Isonzo („Al Ponte“) und später weiter nach Gradisca.
Dieses Städtchen ist alleine schon einen Besuch wert. Ich habe es etwas
bedauert, dass ich das erst so spät entdeckt habe. Daran war sicher auch
die schlechte Witterung sowie der Streß wegen des Autos schuld. Jedenfalls
verdient sich Gradisca eine zweite Chance besser entdeckt zu werden.
Dienstag, Tag der Entscheidung!
Wider jeden Zweifel von Joe, konnte unser ganzes Hab und Gut im Smart
verstaut werden.
Zuerst nach Udine um den Leihwagen zurück zu bringen. Arbö anrufen, ob es
schon News zum Berlingo gibt. Ein Rückruf in wenigen Minuten wurde
zugesagt. ca. 1,5 Stunden und etwas unsicherer Navigation durch die
Innenstadt von Udine per Pedes später, habe ich mal den Arbö
zurückgerufen, da der Kurzparkschein um 12.00 Uhr, also nur wenige Minuten
später abgelaufen wäre. Vom Arbö kam nur die Rückmeldung, „ich hätte eh
gerade rückgerufen, aber Infos gäbe es erst ab 15.00 Uhr...“ Der Komiker
hat sich bis dato einfach nicht darum gekümmert. Nach dem Motto „alles was
man nicht selbst macht!“ ging es gleich wieder zurück Richtung Gradisca
und dann weiter nach Cervignano zu Citroen Burga. Es war ca. 13.00 Uhr und
die hatten Mittagspause bis 14.00 Uhr. Daher wieder einige hundert Meter
der Straße zurück, wo wir an einem kleinem Fluss ein Picknick machten, und
unsere flüssigen Nahrungsmittel, den restlichen Zwieback sowie
irgendwelche Chips aufaßen.
Um Punkt 14.00 standen wir wieder vor der Werkstätte. Es wurde noch gar
nichts gemacht. Weningstens konnten wir nun unsere Situation erklären und
den Chef erzählen, was den genau passiert ist. Nachdem der Chef gesagt
hatte, dass er uns anrufen würde, wenn er etwas wusste, habe ich mich
gleich aufgedrängt und ihm gesagt, dass ich einfach in einer Stunde
nochmals kommen würde, um etwas Druck zu machen.
Um die neuerliche Wartezeit zu überbrücken sind wir wieder einige
Kilometer zu einer Brücke über den Torre zurückgefahren, um im Flussbett
etwas spazieren zu gehen. An einem Grundwasserteich konnte Joe seine
lass-den-Stein-übers-Wasser-hüpfen-Fertigkeiten demonstrieren. Ja, der
Mann ist auch darin sehr gut... Jedenfalls war es sehr kurzweilig. Um
etwas nach 15.00 Uhr standen wir also wieder in der Werkstätte. Wort- und
grußlos setzte sich der Chef in den Berlingo, steckte den Startschlüssel
an und startete einfach. Alles funktionierte so wie es sollte. HURRA,
Freude! Danach streckte er mir eine einfache Sicherung entgegen. Oje,
welch eine Blamage.
Im Konvoi ging es wieder somit wieder direkt nach Gradisca zum Anhänger
zurück um dann gemeinsam sofort die Heimfahrt anzutreten. Abfahrt bei ca.
24 °C und Sonnenschein, im Kanaltal kühlte es auf ca. 11 °C bei starkem
Regen ab. Aber bei 80 km/h (Limit in Italien für Anhänger) alles kein
Problem. Die Möglichkeit, doch noch beim Burger King nach Villach
einzukehren ließen wir uns jedenfalls nicht entgehen. Nach teilweise
grauslichem Nebel auf der Pack ging es zurück zum , und nach
einer kurzen Stärkung weiter nach Wien. Nach insg. 650 km an einem Tag im
Smart Ankunft in Wien um ca. 24.00 Uhr.
Und trotzdem, oder gerade deshalb:
Beim nächsten Mal, sofort wieder!

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